Die Schulgärten an den Standorten Keplerstraße und Böcklinstraße
Die blühende Oase an der Keplerstraße
Es gibt keinen besseren Ort als Agendatage im eigenen Schulgarten zu verbringen. In den Jahren 2024 und 2025 hat die Klasse 5d/6d jeweils einen kompletten Tag im Schulgarten verbracht.
Es wurden Holzhochbeete aus alten Zaunpfosten gebaut, Wege angelegt und neue Sandstaudenbeete angelegt.
Der Schulgarten bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, Natur direkt zu erleben und Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Beim Pflanzen und Pflegen lernen sie, wie Pflanzen wachsen, welche Bedingungen sie zum Leben brauchen und wie wichtig ein gesunder Boden ist. Durch das Pflegen eines Teiches können Tiere wie Frösche oder Libellen beobachtet werden. Die Kinder erleben dabei spannende Entwicklungsprozesse – vom Kaulquappenstadium bis zum Frosch oder von der Larve zur Libelle. Gleichzeitig entsteht ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, wodurch die Artenvielfalt im Stadtteil Holsterhausen gefördert wird.
Der Schulgarten unterstützt zudem die Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die SchülerInnen lernen, nachhaltig zu handeln, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und achtsam mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Besonders gefördert werden die BNE-Ziele „Leben an Land“, „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz“. Darüber hinaus stärkt die gemeinsame Arbeit im Garten Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und praktische Handlungskompetenzen.
Projekt der AG Lebensinsel, NW-WP Kurs Jg 10, Frau Ströttchens Klasse
Beetgestaltung Hof A Grünstreifenwiese wird Sandstaudenbeet
Unser Ansinnen als Schule ist es, mit der AG Lebensinsel Projekte zu schaffen, um einseits die wenigen grünen Bereiche des Schulgeländes gemeinschaftlich nachhaltiger, im Sinne von Biodiversität und Klimaanpassung, zu gestalten, andererseits Bewusstsein für Stadtnatur, Arten-, Klimaschutz, bzw. -anpassung sowie Inspiration für das eigene Handeln zu schaffen.
Unterricht einmal ganz anders! Kein Problem: Anhand praktischer Projekte wird viel gelernt: Planung, Abstimmung, Koordinierung, Pflanzen-, Tier-, Boden- und Naturgartenwissen sowie nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung. Hier können die SchülerInnen Sensibilität und Handlungswissen aufbauen.
Die Gegebenheiten der GS Holsterhausen sind sehr „in Beton gegossen“. So liegt es nahe, mindestens auf dem verbliebenen Grün des Schulgeländes und „Grünstreifen“ am Rand des Schulhofes Artenschutz- und Klimainseln als Lebensinseln für Schüler und Natur gleichermaßen zu schaffen, wie nachhaltig zu entwickeln und zu erhalten.
Koexistenten mit Pflanzen und Tieren auch im städtischen Siedlungsraum neu wahrzunehmen, neu zu denken, neu zu erschließen, neu zu ermöglichen, wird in der Notwendigkeit, einen zukunftsfähigen Planeten auch hier vor Ort zu bewahren, bzw. mit Anpassungs- und Aufwertungsmaßnahmen zu schaffen, immer wichtiger. Jede Maßnahme hat ihren Effekt im Ganzen, bspw. auch Stadtklima. Wie jeder Schottergarten die Nachbarn mit, und auch das Stadtklima aufheizt. Das System ist mehr als seine Teile. Jeder von uns ist wichtig. Jeder von uns hinterlässt einen Fußabdruck, im Klima und Ökologie. Wir sind nicht ohnmächtig. Jede Maßnahme zählt! Und macht darüber hinaus noch Freude.
Wiese abtragen
Impressionen: Werkzeuge und Totholz als Beetumrandung
Klimafreundliches Sandstaudenbeet
Klima- und umweltfreundliche Form der Gartengestaltung. Pflanzen benötigen so weniger Wasser.
Ein Sandstaudenbeet bietet viele Vorteile für Natur, Klima und Pflege im Garten. Durch den hohen Sandanteil entsteht ein trockener, nährstoffarmer Magerstandort, der besonders gut an immer heißer werdende Sommer angepasst ist. Trockenliebende Stauden kommen mit wenig Wasser aus und benötigen deutlich weniger Bewässerung. Dadurch wird Wasser gespart und gleichzeitig die Umwelt geschützt.
Die offene, sandige Fläche schafft ideale Lebensräume für viele Insektenarten. Besonders Wildbienen profitieren davon, da sie im lockeren Sand Bruthöhlen anlegen können. Auch andere nützliche Insekten finden hier Nahrung und Rückzugsorte. So trägt ein Sandstaudenbeet aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Eine Umrandung mit Totholz erfüllt dabei mehrere wichtige Funktionen: Sie gibt dem Beet eine natürliche Optik, bietet zusätzlichen Lebensraum für Kleintiere und Insekten und verhindert gleichzeitig, dass der Sand bei Starkregen oder Wind weggeschwemmt wird.
Mit trockenheitsverträglichen Stauden entsteht ein pflegeleichtes, nachhaltiges Beet, das auch unter den Bedingungen des Klimawandels dauerhaft attraktiv bleibt und über viele Jahre hinweg blüht.
Im Stadtteil unterwegs
Mit großem ehrenamtlichem Engagement haben SchülerInnen der 6./7. Klassen unserer Schule insgesamt 14 Baumscheiben gepflegt. Dabei wurde Müll entfernt, das steinharte Erdreich aufgelockert, Rindenmulch verteilt und die Bäume gründlich gegossen.
Durch den Einsatz wurden auch Anwohner:innen und Ladenbesitzer:innen aufmerksam. In vielen Gesprächen entstand ein gemeinsames Bewusstsein dafür, wie wichtig gesunde Stadtbäume für Klima und Luftqualität sind. Wir hoffen, dass die Bäume nun auch weiterhin regelmäßig gegossen werden.
Unser Ziel: Vorbild sein, Menschen aufrütteln und gemeinsam Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft mit besserer Luft in unseren Städten übernehmen.
Die Garten AG und Frau Ströttchen
Das Insektenhotel
Ein Insektenhotel in der Nähe eines Sandstaudenbeetes ist besonders sinnvoll, weil sich beide Lebensräume ideal ergänzen. Das Sandbeet bietet Wildbienen Nahrung durch blühende trockenliebende Stauden sowie Nistmöglichkeiten im offenen Sand. Das Insektenhotel schafft zusätzlich geschützte Brutplätze für Arten, die in Hohlräumen oder Holz nisten.
Durch diesen Synergieeffekt entstehen auf kleinem Raum verschiedene Lebensräume, wodurch mehr Wildbienen und andere nützliche Insekten angelockt und dauerhaft gefördert werden. Die Pflanzen profitieren gleichzeitig von einer besseren Bestäubung und das ökologische Gleichgewicht im Garten wird gestärkt.
Nachhaltig gärtnern mit Schiefertafeln
Die Klasse 5e von Frau Wolters und die Garten-AG von Frau Ströttchen bauen an unserer Schule besondere Hochbeete: Aus alten Schiefertafeln bauen die SchülerInnen sogenannte Tafelhochbeete. Dabei werden ausgediente Materialien sinnvoll weiterverwendet und in ein nachhaltiges Gartenprojekt integriert.
Die Hochbeete werden von den Kindern gemeinsam geplant, gebaut und anschließend mit Erde und natürlichen Materialien befüllt. Danach beginnt die eigentliche Gartenarbeit: Die Schülerinnen und Schüler säen Gemüse und Kräuter aus, pflegen die Pflanzen, gießen regelmäßig und beobachten deren Wachstum über viele Wochen hinweg.
Wenn die Pflanzen reif sind, wird geerntet. Die frischen Kräuter und Gemüsesorten kommen anschließend im Hauswirtschaftsunterricht zum Einsatz. Dort lernen die Kinder, wie man regionale und selbst angebaute Lebensmittel verarbeitet und gemeinsam zubereitet.
Das Projekt verbindet praktisches Arbeiten, nachhaltiges Denken und gesunde Ernährung auf besondere Weise. Die SchülerInnen übernehmen Verantwortung, erleben natürliche Kreisläufe unmittelbar und erfahren, wie aus einer Idee über Pflege und Geduld schließlich gesunde Lebensmittel entstehen.
Ernte essbarer Blüten
Essbare Blüten aus Hochbeeten ernten – Erstellung von Kräuter- und Blütenbutter – dazu selbstgebackene Brötchen. 🙂
Der Schulteich